Freimaurerloge Zur Fränkischen Krone

Die Freimaurerloge Loge Zur Fränkischen Krone gehört zu den älteren bürgerlichen Vereinigungen in Coburg und besteht seit 1816. Sie ist Teil der deutschen Freimaurertradition und arbeitet heute unter dem Dach der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland.  

Die Wurzeln der Coburger Freimaurerei reichen in die Zeit des Herzogtums Sachsen-Coburg zurück. Bereits früh standen Mitglieder des herzoglichen Hauses der Freimaurerei nahe. Besonders Herzog Ernst I. galt als Förderer der Vorgängerloge „Ernst für Wahrheit, Freundschaft und Recht“. Auch Herzog Ernst II. war eng mit der Freimaurerei verbunden und Ehrenmitglied der Coburger Loge.  

Die heutige Loge „Zur Fränkischen Krone“ entstand aus älteren Coburger Logentraditionen und entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einem Treffpunkt des gebildeten Bürgertums – darunter Beamte, Kaufleute, Juristen und Künstler. Wie viele deutsche Logen orientierte sie sich an humanistischen Idealen wie Toleranz, Brüderlichkeit und persönlicher Vervollkommnung.  

Wie nahezu alle Freimaurerlogen in Deutschland wurde auch die Coburger Loge während der NS-Zeit verfolgt und schließlich aufgelöst. Freimaurer galten den Nationalsozialisten als politisch und weltanschaulich unerwünscht. Viele Logenhäuser wurden enteignet oder zweckentfremdet. Die reguläre Arbeit der Coburger Brüder kam dadurch zum Erliegen.  

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann der Wiederaufbau. Am 24. Dezember 1947 wurden zwei frühere Coburger Logen zur heutigen Freimaurerloge „Zur Fränkischen Krone“ vereinigt. Die Loge erhielt später ihr Domizil im heutigen Logenhaus im Zinkenwehr in Coburg.  

In der Nachkriegszeit engagierte sich die Loge nicht nur freimaurerisch, sondern auch gesellschaftlich und karitativ. 1999 entstand die „Freimaurerhilfe Coburg für Menschen in Not“. Außerdem richtete die Loge mehrfach größere Treffen deutscher Freimaurer aus, darunter Großlogentage in den Jahren 1954 und 1988.  

Heute zählt die Coburger Loge etwa 40–50 Mitglieder verschiedener Altersgruppen und Berufe. Sie versteht sich nicht als „Geheimbund“, sondern als humanistische Gemeinschaft mit Ritualen und Traditionen. Öffentlichkeitsarbeit, Vorträge und Tage der offenen Tür sollen Vorurteile abbauen und Einblicke in die Freimaurerei geben.